Wie als Begleitung um den Dom herum finden wir den Konvent und die Kirche des Heiligen Franziskus, beide von dem Armsten der Armen, Franz von Asisi, zu Beginn des dreizehnten Jahrhunderts gegründet. Paseo de la Herradura, der Hufeisengang, ein schöner Ort um zu dem uns erwartenden alten Santiago hinüberzuspähen.
Die Porta Faxeira war der wichtigste Zugang zu Santiago. Porta do Camiño oder Francigena; durch dieses Stadtor betraten die Pilger das alte Compostela. Endlich betreten wir die tausendjährige Stadt durch das letzte ihrer sieben Tore, das dem Schritt der Zeit standgehalten hat. Man nennt es Arco de Mazarelos und aus dem alten Códice Calixtino, einer Art mittelalterlichen Reiseführer, geht hervor, das hier die kostbaren Früchte des Bacchus, der gute Wein des Ribeiro und des Ulla durch dieses Tor nach Santiago gelangte.
Die Universität Santiagos ist die erste Universität Galiziens. Am 17 Juli 1501 gründete man in Santiago das “Estudio viejo”, aus dem dann die Universität hervorgehen sollte. Santiago ist eine wunderbare Stadt für der Reiser, das Gaststättengewerbe, die Verwaltung, die Gastronomie, die weltbürgere Stimmung, die alte Stadt...
Machen wir einen Abstecher zur Rúa Nueva, zur neuen Strasse, die seit dem zwölften Jahrhundert so heisst. Zusammen mit der Rúa de Villar ist sie eine der charakteristischsten Strassen Santiagos. Rúa Nueva und Rúa Villar treffen sich an der Plaza de Toral, am Palast der Marqueses de Bendaña. Er stammt aus dem achtzehnten Jahrhundert und in seinem oberen Teil sehen wir die Figur des Atlas, der die Welt auf seinen Schultern trägt.
Hier haben wir Santiagos grossen Platz, auch Obradoiro gennant und früher Plaza del Hospital, Plaza de España, oder Platz Alfonsos des zwölften, alles Leben Santiagos und Galiziens dreht sich um diesen Platz. Noch mehr: Europa ist mit Galizien durch den hier endenden Pilgerweg verbunden. Der Camino de Santiago endet hier, and diesem zentralen Stein auf dem grossen Platz Santiagos.
Nördlich des Platzes das Hospital Real, das königliche Krankenhaus, von den katholischen Königen Fernando Aragón und seiner Gemahlin Isabel de Castilla für die Unterbringung der Pilger errichtet.
Wir finden Gotik, Renaissance und Barrok in dem wunderbaren Gebäude, das einmal das wichtigste Krankenhaus Galiziens war. Heute ist es ein Luxus hotel für internationale Pilger mit etwas dickerem Geldbeutel.
Im Inneren finden wir eine Kapelle mit gotischen Altaren und einer gotischen Treppe. Es gibt auch vier Höfe mit entsprechenden Brunnen.